Mai 2012

MonDieMitDonFreSamSon
 
  1Keine Veranstaltung 2Keine Veranstaltung 3Keine Veranstaltung 4Workshop für SchnittbildinterventionNeue Komplementäre Wege Der Asthmatherapie 5Nutrizione Applicata in età pediatricaTerapie non farmacologiche: corso di formazioneI modelli della psicoterapia ipnoticaDiritto alla non sofferenza 6Keine Veranstaltung
7Keine Veranstaltung 8Keine Veranstaltung 9Keine Veranstaltung 10Pneumologie Update 11Komplikationen und deren Behandlungen in der Plastichen Chirurgie 12La sanità tra cura ed economia 13International Conference on Integrative Medicine
14Keine Veranstaltung 15Formazione in emergenza e corsi certificati IRCBeistand rund um die Uhr im Gesundheits- und Sozialsprengel 16Keine Veranstaltung 17Il metodo validationGiornata Mondiale Ipertensione 18Corso di odontoiatria legaleMedicina della Riproduzione e Diagnosi PrenataleIII Conferenza della International and Associated Diseases Society (ILADS) 19Sindromi da sovraccarico biomeccanico dell’arto superiore: spalla - gomito - polso - manoINTERNET e Web 2.0 per il Medico e la Struttura SanitariaMalattia di Menière, un confronto interdisciplinareSapere per guarire 20Seminario psiconcologico
21Keine Veranstaltung 22Laurearsi in tempi di crisi Come valorizzare gli studi universitariMedical writing: struttura e contenuti di un clinical study report 23Keine Veranstaltung 24Keine Veranstaltung 25Autismo - dalla teoria alla pratica, Le risorse del territorioEuropean workshops in clinical forensic medicine 26Keine Veranstaltung 27Acqua, alimentazione e salute
28Keine Veranstaltung 29Keine Veranstaltung 30Seminario Avanzamento della terapia farmacologica del melanoma 31Keine Veranstaltung   
       
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26/05/2008 - Fünf Botschaften zum Thema Alkohol

PRESSEMITTEILUNG VOM 26. MAI 2008

Im Laufe des letzten Jahres haben die Medien Südtirols häufig über das Thema Alkohol berichtet. Die Ärzte- und die Psychologenkammer, der Berufsverband der Krankenpfleger und die Kammer der Sozialassistenten und mit ihnen eine Reihe von Fachleuten des Bereiches halten es für wichtig, sich mit diesem Problem im Hinblick auf die Gesundheit der Bevölkerung auseinander zu setzen und sich in die Diskussion einzubringen.
Sie anerkennen und unterstützen wohl die Bemühungen unseres Landes im Präventions-Bereich, sie halten es aber für notwendig fünf Botschaften auszusenden, die sich an alle, insbesondere an die Erwachsenen in ihrer Erziehungs- und Vorbildfunktion für die Jugend und an Entscheidungsträger richten als Grundlage für eine korrekte, oft nicht wahrgenommene Information für ihr verantwortungsvolles Handeln.

I° Botschaft: Alkohol ist eine Substanz, die erhebliche negative Auswirkungen auf die körperliche, seelische und soziale Gesundheit des Einzelnen und der Familien haben kann. Alkohol hat sowohl kurz- wie auch langfristig toxische Wirkungen. Er ist verantwortlich für 9% der gesamten Erkrankungen in Europa. Bei Frauen zwischen 15 und 30 Jahren verursacht er 15%, bei jungen Männern sogar über 30% der Krankheiten. Die negativen direkten und indirekten Folgen beschränken sich nicht nur auf die Gruppe der exzessiven, leicht erkennbaren Trinker, sondern betreffen die gesamte Bevölkerung. Alkohol ist in Europa mitverursachend von 40% bis 60% der Todesfälle (Straßen- und Arbeitsunfälle) und ist bei kriminellen Delikten, bei Gewalt und Selbsttötungen als wesentlicher Faktor mitbeteiligt. Darüber hinaus stellt er eine wichtige Ursache für schwere Belastungen und Probleme im familiären Umfeld (z.B. Missbrauch und Vernachlässigung von Minderjährigen), am Arbeitsplatz und in der Freizeit dar.

II° Botschaft: Es ist notwendig den Konsum von Alkohol zu reduzieren, nicht nur bei den Risikogruppen, sondern auch in der Normalbevölkerung. Die Reduzierung der Folgeschäden, die durch Alkohol entstehen, ist eines der wichtigen Ziele der europäischen Gesundheitspolitik. Die Kosten, die für die alkoholbedingten sozialen und gesundheitlichen Schäden, Erkrankungen, vorzeitigen Todesfälle, Arbeitsausfälle und Krankheitsfolgen nach Unfällen und Gewalttaten entstehen, werden auf 2 bis 5% des Bruttosozialproduktes geschätzt. Es ist wichtig, den Bürgern wissenschaftlich korrekte Informationen über die Risiken, die durch den Konsum von alkoholischen Substanzen entstehen, zu vermitteln. Für einen unbedenklichen Konsum von Alkohol gibt es kein sicheres Grenzmaß. Aber aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse empfiehlt man Männern, je nach Gewicht, täglich nicht mehr als 2 - 3 kleine Gläser Wein oder Bier zu konsumieren. Bei Frauen wird, mit 1 – 2 kleinen Gläsern pro Tag, eine noch geringere Menge angegeben. Aber auch bei diesen Mengen ist man vor negativen Folgen des Alkoholkonsums nicht sicher. Zudem sollten pro Woche mindestens 2 nicht aufeinanderfolgende Tage alkoholfrei bleiben. In den letzten Jahrzehnten wird die zunehmende Veränderung der Trinkgewohnheiten sorgenvoll beobachtet: es verringern sich die weniger bedenklichen Konsummuster, wie der kontrollierte Alkoholkonsum während der Mahlzeiten und es vermehren sich die problematischeren Konsummuster, das heißt außerhalb der Mahlzeiten werden größere Mengen Alkohol konsumiert, wobei häufig auch reichlich hochprozentige Alkoholika konsumiert werden. Wir empfehlen daher so wenig wie möglich zu trinken, am besten nicht außerhalb der Mahlzeiten.

III° Botschaft: Alkoholkonsum ist im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz gefährlich. Daher empfiehlt der Europäische Aktionsplan für Alkohol, die Gesetzgebung bezüglich Alkohol im Straßenverkehr zu verschärfen. Nach unserem Ermessen soll dies nicht in den Bereich des Strafrechts sondern des Verwaltungsrechts fallen, mit der Konsequenz des Führerscheinentzuges. Im Allgemeinen empfiehlt sich eine Erhöhung der Anzahl der Alkoholkontrollen bei Tag und Nacht, die durch präventive und erzieherische Maßnahmen ergänzt werden, um deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern. Die internationale Forschung zeigt, dass die Kontrollen durch die Ordnungskräfte die wirkungsvollste Methode sind, um Trunkenheit bzw. Alkohol am Steuer und somit das Unfallrisiko zu verringern. Es sollte darüber hinaus auch das aktuell erlaubte Limit des Blutalkohol-Spiegels von 0,5 auf 0,0 Promille für Führerscheinneulinge (in Deutschland und Österreich wurde dies bereits umgesetzt) und für Berufskraftfahrer gesenkt werden. Die Sicherheit beim Lenken von Fahrzeugen, auf den Skipisten und am Arbeitsplatz betrifft nicht nur den Alkoholkonsumenten sondern alle Personen, die ohne Verschulden bei Unfällen verwickelt werden. Aus einer aktuellen Untersuchung geht hervor, dass in Südtirol etwa 5000 Personen pro Jahr unter Einfluss von Alkohol sich oder anderen Verletzungen zufügen.

IV° Botschaft: Jugendlichen wird dringend empfohlen keinen Alkohol zu konsumieren, absolut nicht vor dem 16., am besten auch nicht vor dem 18. Lebensjahr. Alkohol kann vor allem in den Wachstums- und Reifungsphasen des Gehirnes Schäden verursachen: während der Schwangerschaft, nach der Geburt beim Stillen und in der Reifungsphase während der Pubertät. Je früher der Konsum von Alkohol erfolgt und je größer die konsumierte Menge, desto wahrscheinlicher ist es, im Lauf des Lebens abhängiges Verhalten zu entwickeln und Kontrollverluste zu erleben. Es bestehen klare Zusammenhänge zwischen exzessivem Alkoholkonsum und Kontrollverlust, Vandalismus, Gewalttaten, risikoreichem Sexualverhalten, Verkehrsunfällen, Invalidität und Todesfällen. Es ist sehr wichtig, dass die Zahl alkoholkonsumierender Jugendlicher geringer wird, die Gelegenheiten und die Häufigkeit von schädlichem Konsum abnehmen und der Erstkontakt von Jugendlichen mit Alkohol möglichst spät einsetzt. Der europäische Aktionsplan Alkohol der WHO empfiehlt, bei Freizeitaktivitäten, bei musikalischen Events, in Jugendtreffs und bei sportlichen Ereignissen, die für Jugendliche veranstaltet werden, Alkoholkonsum zu vermeiden, und ein großes Angebot an nicht alkoholischen Getränken zur Verfügung zu stellen. Zudem sollte Alkoholwerbung, sowie Gratisangebote oder die Ausgabe von Billigpreis- Alkoholika unterbunden werden. Es gilt auch, Schulen und für die Erziehung wichtige Einrichtungen konsequent alkoholfrei zu gestalten.

V° Botschaft: Kinder, Jugendliche und alle jene, die aus irgendeinem Grund keinen Alkohol trinken wollen oder dürfen, benötigen mehr Rücksichtnahme und Schutz und dürfen nicht unter Druck gesetzt werden. Die Erklärung von Stockholm bezogen auf Jugend und Alkohol vom Februar 2001 besagt, dass alle ein Recht darauf haben, ein familiäres, soziales und berufliches Umfeld zu erleben, in dem sie vor Unfällen, Gewalttaten und anderen alkoholbedingten negativen Auswirkungen geschützt sind. Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht, in einem Umfeld zu leben, das von den negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums geschützt ist und außerdem frei ist von Alkoholwerbung. All diejenigen, die aus verschiedenen Gründen keinen Alkohol zu sich nehmen wollen oder aus gesundheitlichen Gründen (inklusive alkoholkranke Menschen) nicht dürfen, sollten vor dem sozialen oder kulturellen Druck, Alkohol zu trinken,

Ärzte- und Zahnärztekammer: Präsident Dr. von Lutterotti J. Andreas
Psychologenkammer: Präsident Dr. Dorfer Max
LandesBerufsverband der Krankenpfleger: Präsidentin Gröber Gundula
Sozialassistenten: Vize Präsident Dr. Ruozi Francesca
Apothekerkammer: Präsident Dr. Liebl Maximin
Dienst f.Abhängigkeitserkrankungen – Bozen: Primar Dr. Dellantonio Elio
Dienst f.Abhängigkeitserkrankungen – Bruneck: Primar Dr. von Sölder Marion
Dienst f.Abhängigkeitserkrankungen – Meran: Direktor Dr. Ghirardello Gabriele
Dienst f.Abhängigkeitserkrankungen – Brixen: Verantwortlicher Dr. Schlim Michael
Therapiezentrum Bad Bachgart: Psychotherapeutische Leitung Dr. Zingerle Helmut
Erste Hilfe – Bozen: Primar Dr. De Giorgi Franco
Dienst für Hygiene – Bozen: Direktor Dr. Simeoni Josef
Verein HANDS: Klinischer Verantwortlicher Dr. Degiorgis Alberto
Dr. Tomasi Rodolfo ehem. Primar der Abt. f. Psychiatrie – Bozen
Dr. Berger Elisabeth Sozialassistentin
Dr. Hellweg Stefan Psychologe - Dienst f. Abhängigkeitserkrank. Bixen
Dr. Meraner Bettina Psychologin - Dienst f. Abhängigkeitserkrank. Bozen
Dr. Panzani Patrizia Psychologin – Sektor Alkohologie Krankenhaus Bozen
Dr. Unterthiner Carmen Psychologin – Verkehrspsychologie KH Bozen
Dr. Ludwig Michael Psychologe - Verkehrspsychologe
Dr. Angelo Claudio Arzt – Zentrum f. Psychotherapie u. Psychosomatik
Dr. Salerno Maria Cristina Ärztin – Dienst für Rechtsmedizin - Bozen


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